(...) es hilft uns bei der Verdachtsfindung, zu der wir sonst nicht in der Lage wären.
- ein Polizei-Chef gerade eben im ZDF Mittagsmagazin auf die Frage, was denn die Polizei von der Vorratsdatenspeicherung habe
Man hat also keinen Verdacht. Ergo keinen Grund, etwas zu machen. Das kann natürlich nicht sein, deshalb schafft man Möglichkeiten, um eine ganze Reihe neuer Verdachte zu bekommen. Mithin ist also eigentlich jeder, zu dem kein Verdacht zugeordnet werden kann - verdächtig. Zumindest solange, bis man mal überprüft hat, ob es nicht doch vielleicht irgendeinen Anlass zum Verdacht gibt. (siehe auch: Lawblog - Furcht vor dem, was geschehen könnte).
Ich habe das deutliche Gefühl, dass der Staat seinen Bürgern prinzipiell misstraut. Er geht davon aus, dass man nicht etwa einfach nur unbescholten ist, sondern dass man einfach nur noch nicht erwischt worden ist. Wahrscheinlich deshalb, weil das eine 1A Projektion derer ist, die an den Rudern des Staates sitzen.
Ich frage mich, was für ein Aufschrei durch das Land ginge, wenn beschlossen würde, dass zukünftig gespeichert wird, wer wann mit welchem Verkehrsmittel wohin gefahren ist. Könnte ja auch einige neue Verdachtsfindungen ermöglichen.
Ups... da war doch was... die Mautanlagen? Geräte, die Nummernschilder im Vorbeifahren abscannen und checken können?
Eieiei...
3 Reaktionen zu “Aha.”
[...] es wieder einmal auf den Punkt bringt, und zum anderen auf den Webrocker, der sich unter anderem hier und dort darüber [...]
Der Staat misstraut seinen Bürgern. Er hat geradezu Angst vor ihnen. Dem stimme ich zu. (Übrigens das selbe System, das die GEZ schon seit - immer - anwendet. Prinzipiell hat jeder einen Fernseher und diesen nicht angemeldet. Jeder ist erst einmal schuldig...) Jetzt im großen Maßstab.
[...] Webrocker, via muhh’s ramble [...]
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